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Offen für ein Gespräch

Die Münchner Insel ist eine kostenlose Einrichtung für Krisen- und Lebensberatung. Sie können mit jedem Problem zu uns kommen und anonym ein persönliches Gespräch mit einem/einer unserer professionellen Berater/innen führen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir suchen gemeinsam nach Lösungen und stellen Ihnen gerne alle benötigten Informationen zur Verfügung.

 

 

Ihre Gesprächspartner/innen sind Psychologen, Theologen, Sozialpädagogen, Paar-, Familien-, Psychotherapeuten und Seelsorger.  Die Beratungsstelle ist in Trägerschaft der evangelischen und katholischen Kirche.

 

 

  • Marienplatz Untergeschoss
  • Telefon 089 220041
  • Öffnungszeiten:
  • Mo–Fr: 9.00–18.00 Uhr
  • und Do: 11.00–18.00 Uhr

außerhalb unserer Öffnungszeiten:
Ev. TelefonSeelsorge 0800 111 0 111
Kath. TelefonSeelsorge 0800 111 0 222
Kinder- und Jugendtelefon 0800 111 0 333

Beratung

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Wer wir sind

Die Münchner Insel ist eine niederschwellige Krisen- und Lebensberatungsstelle, getragen von der katholischen und der evangelischen Kirche.
Das multiprofessionelle Team besteht aus PsychologInnen, TheologInnen, SozialpädagogInnen mit psychotherapeutischer bzw. Seelsorge-Ausbildung, und einer Juristin. Zu den Öffnungszeiten stehen drei Berater und Beraterinnen für Gespräche zur Verfügung.

 

Wie wir arbeiten

Die Beratung erfolgt ausschließlich vor Ort in der Münchner Insel. Dabei ist es nicht nötig, einen Termin zu vereinbaren, es gibt keine Warteliste und allenfalls kurze Wartezeiten. Wer möchte, kann auch einen festen Termin vereinbaren. Zu unserem Konzept der Niederschwelligkeit gehört es, dass Ratsuchende ohne vorgeschaltete Anmeldung unmittelbar mit einer Beraterin / einem Berater sprechen können.

Die Klientinnen und Klienten können anonym bleiben; wir erheben, speichern keine personenbezogenen Daten und stehen unter Schweigepflicht. Die Beratung ist kostenfrei.

 

Für wen wir da sind

Konfessions- oder Religionszugehörigkeit, Nationalität, Geschlecht, sozialer Status oder Alter der Klientinnen und Klienten spielen keine Rolle. Thematisch gibt es keine Einschränkungen. Lebens- oder Beziehungskrisen, psychische, wirtschaftliche, familiäre, juristische, soziale, religiöse oder spirituelle Fragestellungen, alles kann thematisiert werden.

Manches kann in einem Erstgespräch geklärt werden, eine begrenzte Anzahl von Folgegesprächen ist möglich. Dabei ist uns die Verbindlichkeit von Beraterseite wichtig, d.h. Folgegespräche finden jeweils mit derselben Beraterin / demselben Berater statt, mit der / dem das Erstgespräch geführt wurde.

 

 

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Wie wir vernetzt sind

Bei Bedarf vermitteln wir Klientinnen und Klienten an andere einschlägige Fachstellen. Wir nehmen uns Zeit und klären mit dem / der Ratsuchenden sorgfältig, welches Angebot für ihn / sie geeignet ist. Umgekehrt können andere Fachstellen Klientinnen und Klienten an unsere Stelle verweisen, wenn es im Krisenfall angezeigt erscheint.

Fachkolleginnen und -kollegen aus dem psychosozialen und kirchlichen Umfeld können sich mit Fragen zu konkreten Themen, z.B. bei Informationsbedarf zu Hilfsangeboten und Hilfesystemen, an uns wenden.

Die Münchner Insel ist Mitglied im Netzwerk Offene Tür (www.offene-tuer.net) und im Bundesfachverband der Evangelisch-Katholischen Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür in Deutschland.

MitarbeiterInnen

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Haberer, Tilmann
Evangelischer Pfarrer
Gestaltseelsorger
Evangelischer Leiter

Loew, Sybille
Katholische Theologin
Kunst- und Psychotherapeutin
Katholische Leiterin

Surfleet, Martin
Diplompsychologe
Psychologischer Psychotherapeut

Brockmann, Bettina
Dipl.-Sozialpädagogin
Systemische Therapeutin

Tutsch, Wolfgang
Dipl.-Sozialpädagoge
Systemischer Therapeut

Grünbacher, Timo
Dipl.-Theologe, Dipl.-Sozialpädagoge
Notfallseelsorger

Svoboda, Margot
Dipl.-Sozialpädagogin
Paar- und Familientherapeutin

Rittel, Eva
Diplompsychologin
Systemische Therapeutin

Epping, Ewald
Katholischer Priester
Dipl.-Sozialpädagoge
Supervisor

Bartlechner, Peter
Dipl.-Sozialpädagoge
Supervisor DGSV

von der Wippel, Dorothea
Rechtsanwältin
Mediatorin

Geschichte

Wie es anfing und was daraus wurde …

Zu den Olympischen Spielen 1972 entstand das größte Bauprojekt in München nach dem Zweiten Weltkrieg, das S- und U-Bahn-Netz. Dabei wurden riesige unterirdische Bauwerke Wirklichkeit, mit mehrstöckig übereinander liegenden Bahnsteigen, Treppenhäusern, Nebenanlagen und Zwischengeschossen, die als Passagen und Einkaufszentren genutzt werden sollten. Mehrere hunderttausend Menschen bevölkern täglich diese Bauwerke. 
Hans Martin Nägelsbach, damals Vereinspfarrer der Inneren Mission, sprach sich als Erster dafür aus, dass die Kirchen in diesem neu entstehenden urbanen Lebensbereich vertreten sein sollten – nicht groß und aufdringlich, sondern in Form eines schlichten Angebotes.
Beide großen Kirchen machten sich den Gedanken zu Eigen. Weihbischof Ernst Tewes, der evangelische Dekan Theodor Glaser sowie Fachleute aus der kirchlichen Beratungsszene engagierten sich, um den Plan in die Tat umzusetzen, unter anderem Pfarrer Konrad Egger von der katholischen Telefonseelsorge, Pfarrer Heinrich Schmidt als sein evangelisches Pendant, und Pfarrer Dr. Helmut Harsch als Leiter des Evangelischen Beratungszentrums München. Die Verhandlungen mit dem U-Bahn-Referat der Stadt München führten schließlich zu dem Ergebnis, dass die Stadt den beiden Kirchen drei nebeneinander liegende Kioske im ersten Untergeschoß des Marienplatzes zur Nutzung anbot. 

Das war die Geburtsstunde der Münchner Insel. Weihbischof Tewes kam auf die Idee, die neue Einrichtung „Insel“ zu nennen. Am 20. April 1972, noch vor Eröffnung der U-Bahn am 28. Mai, wurde die neue Stelle mit einem feierlichen Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben. 
Die Mitarbeitenden der ersten Stunde holten sich fachkundige Hilfe von Pfarrer Burkhard Kühne vom „Beratungsdienst Hauptwache“ im gleichnamigen U-Bahnhof in Frankfurt. 
Er brachte einige wichtige Anregungen ein, die sich bis heute bewährt haben. So sagte er: Setzen Sie keine Sekretärin in den Empfangsraum. Machen Sie als Fachkräfte den Empfangsdienst selbst. Auf diese Weise haben die Ratsuchenden sofort mit der Person Kontakt, die für alles Weitere zuständig ist. – „Rollieren“ Sie durch die Räume, setzen Sie sich nirgendwo fest. Alle Mitarbeitenden versehen den gleichen Dienst: Auskünfte geben im Empfang, Hilfsdienste aller Art leisten, Beratungsgespräche unter vier Augen führen – je nach Bedarf. – Sie kommen aus verschiedenen Grundberufen: Lernen Sie voneinander, damit Sie für möglichst viele Themen zuständig sein können. – Geben Sie unbedingt den Erstbesuchern Vorrang und bauen Sie Ihren Terminkalender nicht mit festen Terminen zu! Wer zum ersten Mal kommt, darf nach Möglichkeit nicht wieder weggeschickt werden.

Die Mitarbeitenden der ersten Stunde wussten nicht, was aus der Stelle werden würde. Kommen da überhaupt Menschen? Was werden sie wollen? 
Mit diesen Fragen öffneten wir am ersten Tag die Eingangstür. Schon bald stellte sich heraus: Es kommen Menschen, und sie kommen mit den unterschiedlichsten Anliegen. Die einen wollen Auskünfte und Informationen, die anderen wollen über persönliche Probleme sprechen: Sie haben Eheschwierigkeiten, leiden unter Einsamkeit, plagen sich mit religiösen Zweifeln herum, sind alkoholkrank … 
Die Bandbreite der Anliegen und Themen ist so groß und vielgestaltig wie das Leben selbst. Und weil man die Insel spontan betreten kann, ohne jede Anmeldung, weil die goldene Regel „Der Erstbesucher hat Vorrang“ bis heute eingehalten wird, ist auch heute jeder Tag voller Überraschungen. Keiner der Mitarbeitenden weiß morgens, was alles geschehen wird. Alle stellen sich flexibel auf jede neue Situation, jedes Gespräch ein und unterstützen sich bei Bedarf gegenseitig. Die regelmäßige Supervision mit einer von außen kommenden Fachkraft ist dabei ein unverzichtbarer Bestandteil der Arbeit.  

Natürlich hat sich seit der Anfangszeit auch Einiges verändert. Es sind Gesprächsthemen hinzugekommen, die es zuerst noch gar nicht oder nur vereinzelt gab. 
Heute kommen viel mehr Menschen mit persönlichen Glaubensfragen und kirchlichen Themen. Die Suche nach Orientierung hat deutlich zugenommen. Die Themen Arbeitslosigkeit und Überschuldung, in den 70er Jahren überhaupt noch nicht in Sicht, haben bedrückende Dimensionen angenommen. Im Gegensatz zu früher geraten heute mehr Menschen in seelische Schieflagen. Sie fühlen sich übersehen, missachtet, beschädigt. Ein Zeichen der „Entsolidarisierung“ unserer Gesellschaft? 
Insgesamt ist die Zahl der Ratsuchenden gestiegen. Etwa 35 Personen pro Arbeitstag suchen die Münchner Insel derzeit auf, und weit über die Hälfte dieser Menschen kommt zum ersten Mal. 
Das zeigt: Es ist richtig, dass die Kirchen am Marienplatz präsent sind und ein solches Angebot machen. Hier in der Anonymität der großen Menge trauen sich auch Menschen über die Schwelle, die vielleicht ihren Pfarrer oder eine Beratungsstelle vor Ort nicht aufsuchen würden. Hier sind sie geschützt und werden nicht erkannt. Einer der Sätze, die wir häufig hören, heißt: „Wie gut, daß es Sie hier unten gibt!“

 

 

Kontakt

Marienplatz Untergeschoss
80331 München

Tel. 089 - 22 00 41
Fax 089 - 22 31 30

info@muenchner-insel.de
www.muenchner-insel.de

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
9.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag
11.00 - 18.00

Die Münchner Insel ist Mitglied im Netzwerk der Offenen Tür Stellen: www.offene-tuer.net

Spenden
Sie können die Arbeit der Münchner Insel gerne durch eine Spende unterstützen:

Spendenkonto der Münchner Insel:
IBAN DE54 7509 0300 0002 2991 19
BIC GENODEF1M05
Kontoinhaber: Erzbischöfliche Finanzkammer München
Stichwort »Spende Münchner Insel«

Träger
Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk München
Erzdiözese München und Freising
Eine ökumenische Einrichtung seit 1972

Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge erreichen Sie rund um die Uhr unter folgenden kostenlosen Rufnummern:

Evangelische Telefonseelsorge
0800 111 0 111

Katholische Telefonseelsorge
0800 111 0 222

Kontakt zur Chat- und Mailberatung der Telefonseelsorge im Internet haben Sie unter www.telefonseelsorge.de

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt der Homepage

Erzdiözese München und Freising
Generalvikar Peter Beer
Rochusstraße 5
80333 München

Telefon: 089 / 2137-0
Fax: 089 / 2137-1585
E-Mail:

 

USt-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE811510756

 

 

Die Erzdiözese München und Freising ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Generalvikar Peter Beer.

 

 

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Absatz 2 RStV:

Sybille Loew, katholische Leiterin

der Münchner Insel (für die katholische Seite),

E-Mail: sloew@eomuc.de


Tilmann Haberer, evangelischer Leiter

der Münchner Insel (für die evangelische Seite),

E-Mail: thaberer@muenchner-insel.de

 

Telefon: 089 / 22 00 41
Fax: 089 / 22 31 30

 

Postanschrift:
Münchner Insel
Krisen- und Lebensberatung
Marienplatz UG
80331 München

 

Die Inhalte des evangelischen Dekanatsbezirks auf dieser Homepage werden vertreten durch:

Kirchenrat Klaus Schmucker
Leiter der Evangelischen Dienste München
Landwehrstr. 11
80336 München
Tel. 089 / 55116-195

E-Mai: schmucker.edm@elkb.de



Webdesign und technische Umsetzung

Design: gehrke.hildmann
Umsetzung: Zirkus Digitalo

Fotos © gehrke.hildmann

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